Rituale, die eure Trauung zu eurer machen
Der Unendlichkeitsknoten, ein gemeinsamer Cocktail, Eheversprechen, versiegelt in einer Kiste für einen späteren Jahrestag. Hier sind die Rituale, die Paare am meisten lieben, und warum sie funktionieren.
Von Caroline Grewar-Brinkhoff
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Bei der Gestaltung von Ritualen gibt es keine Grenzen. Besonders bereichernd wird es, wenn Handlungen mit persönlichem Bezug integriert werden: Ein passendes Ritual wertet nicht nur die Zeremonie auf, unter Umständen schafft es auch etwas Nachhaltiges! Eine Art Erinnerungsstück, das an den Hochzeitstag und das Eheversprechen erinnert. Sie bringen zum Ausdruck, was Worte nicht so schnell und einfach können. Und Liebe in Worten auszudrücken, ist bekanntlich schwierig. Rituale dürfen ausgeklügelt und komplex sein. Sie müssen aber nicht. Wichtig ist, dass das Ritual zum Brautpaar passt und sie den Sinn darin spüren.
Den Bund knüpfen – der Unendlichkeitsknoten
Ganz wörtlich den Bund knüpfen: Die Hände des Paares werden zusammengelegt und eine Schnur – oft aus Bändern geflochten, oder auch mal ein Segeltau, oder Spitze vom Brautkleid – in Form einer Acht, des Unendlichkeitszeichens, darum geschlungen. Der Knoten wird festgezogen, sobald die Versprechen gesprochen sind. Das Ritual ist alt, kulturübergreifend und still kraftvoll – und der Knoten wird zu einem Andenken, das weit länger hält als die Blumen.
Das Cocktail-Ritual
Für einen guten Cocktail braucht es verschiedene Zutaten, genau wie auch für eine gute Ehe! Wetten, dass eure Trauredner:in zu jeder Zutat etwas Spannendes zu erzählen hat? Abwechslungsweise giesst ihr eine Zutat in den Shaker und gemeinsam wird geschüttelt, gerührt und nach dem Ja-Wort mit dem selbstgemixten Cocktail angestossen. Es ist verspielt, unverkennbar modern und ein Geschenk für die Fotografin. Jaja, von wegen Insta und so! ;-)
Eheversprechen vorlesen und versiegeln
Nachdem die Versprechen laut gesprochen wurden, kommen die Briefe in eine Holzkiste – manchmal zusammen mit einer Flasche Wein und Briefen der Gäste – und werden versiegelt. Geöffnet wird die Kiste an einem gewählten Jahrestag, oft dem fünften oder zehnten. So bekommen die Versprechen ein zweites Leben: nicht nur Worte, einmal unter Anspannung gesagt, sondern Worte, die darauf warten, an einem ganz gewöhnlichen Abend in Jahren wieder gehört zu werden.
Noch ein paar, die wir lieben
- Ring Warming – die Ringe wandern durch die Hände aller Gäste und sammeln gute Wünsche, bevor sie getauscht werden
- Handfasting – ein keltisches Ritual, bei dem die Hände mit Bändern verbunden werden; der Ursprung von ‚den Bund knüpfen‘
- Die Weinkiste – eine Flasche und zwei Liebesbriefe, weggeschlossen für ein schweres Jahr oder einen glücklichen Jahrestag
- Sandritual – zwei Farben Sand fließen in ein Gefäß; schön für Patchworkfamilien, weil auch Kinder mitmachen können
- Traukerze – ihr zündet gemeinsam eine Kerze an. Besonders schön, wenn ihr einem Menschen gedenken wollt, der oder die nich anwesend sein kann
Wie ihr das richtige Ritual wählt
Ein Ritual reicht meistens. Wählt das, das euch etwas bedeutet, nicht das, das sich am besten fotografieren lässt. Eine gute Traurednerin hilft euch, es anzupassen: der Knoten aus der Spitze eurer Großmutter, der Cocktail von eurem ersten Date, oder was ganz anderes. Wir lernen euch kennen und schlagen euch Rituale vor, die zu euch passen.
Neugierig, wie sich eine Zeremonie mit einem solchen Ritual anfühlen könnte? Stöbert durch die Trauredner:innen bei Cape Wedding Union, seht nach, wer an eurem Datum frei ist, und beginnt das Gespräch.
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